Kunstraum/Werkstatt für Gegenwartskunst in Berlin - Friedenau

Wer ein Kunstwerk verstehen und genießen will, der gehe (...) und kaufe einen Stuhl, setze sich in richtiger Distanz und suche, in Schweigen verharrend, wenigstens eine Viertelstunde sein verehrliches Ich zu vergessen."

Anselm Feuerbach, Zur Betrachtung eines Kunstwerkes  1879

 

 

 

 

Einladung zur Ausstellung "knietief"

Bettina Lehfeldt 

Vernissage 

Montag, 20. August, 19 Uhr Einführung Dr. Matthias Koehler 

Lesung 

Mittwoch, 5. September, 19 Uhr


Frank Sommer liest Texte von Kira Messell 
zu Bildern

von Bettina Lehfeldt (deutsch/dänisch) 

 

 

Bettina Lehfeldt wurde in Lörrach geboren. Sie hat an der Kunstgewerbeschule Basel studiert. Ihr künstlerisches Interesse gilt der abstrakten malerischen Auseinandersetzung mit Farbe und Form in der zweidimensionalen Fläche. Dabei entstehen Arbeiten, die neben graphischen und zeichnerischen Elementen flächige und sich überlagernde Farbschichten enthalten. Der Malprozess entwickelt sich intuitiv aus der Geste und den Farben – ohne einen vorgestellten Gegenstand. Die graphischen Elemente treten zunehmend hinter den malerischen Ausdruck zurück. Bettina Lehfeldt arbeitet vorwiegend mit Acrylfarbe auf Leinwand. Daneben finden sich Papierarbeiten mit Graphit, Ölkreide und Bleistift. Als weitere künstlerische Medien setzt sie Wachs, Wolle, Asche und Erde ein.

 

knietief

 Auslöser ihrer Arbeiten sind intensive Gefühle - Freude, Ärger, Trauer, Zweifel.

„Knietief“ heißt umgangssprachlich, halb im Sumpf zu stecken: in einer Krise, in zwischenmenschlichen, gesundheitlichen oder finanziellen Problemen  oder generell im „Sumpf“ starker Gefühle. Im Malprozess überträgt Bettina Lehfeldt ihre Empfindungen in eine abstrakte Farb- und Formsprache. Dabei lässt die Komplexität der "knietiefen" Probleme keine einfachen Antworten zu, was sich in der Vieldeutigkeit ihrer Arbeiten ausdrückt.

 

Der Maler Rainer Ehrt hat anlässlich einer früheren Ausstellungseröffnung ihre Arbeiten charakterisiert als „Tänzerische Psychogramme, als vieldeutige Rätsel, Bruchstücke von Botschaften, wuchtig gesetzt oder filigran angedeutet. Disharmonien, die den Gesamtklang reich und voll machen.“ 

 

Die dänische Schriftstellerin Kira Messell hat zu einigen Bildern von Bettina Lehfeldt Texte geschrieben, die im Rahmen der Ausstellung vorgetragen werden.

 

 

Weitere Ausstellungen:

 

21.September bis 19. Oktober 2018  - Nele Köhler, Malerei

 

2.November bis 10.November 2018

 Frühzeit der Kunst - prähistorische Felszeichnungen in der Sahara  

und Verbindungen zur Moderne

 

16.November bis 14. Dezember 2018 -  "Berlin - Metropole"

 

10.Januar - 9. Februar 2019 - Claudia Speer, Malerei und Kalligraphie

 

30.April - 24.Mai 2019 - Jens Hunger, Malerei

 

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