Berlin. Die Stadt

 

Unter diesem Titel zeigt diekleinegalerie Arbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler. Dabei geht es uns nicht nur um Ansichten Berliner Architektur und Landschaft, sondern um den Versuch, das Lebensgefühl des Lebens in der Großstadt darzustellen.

 

Christine Arweiler ist seit vielen Jahren in Berlin als Dozentin für die verschiedenen Spielarten des manuellen Tiefdrucks, insbesondereder Radierung tätig. Aus ihrem breiten Themenspektrum zeigen wir Radierungen, die sich mit Berlin und den Phänomenen des Großstadtlebens beschäftigen. In ihren Darstellungen der Rollschuhfahrer und Skater fängt sie die Abschottung von der Außenwelt und die Selbstbezogenheit der jungen Freizeitsportler ein. Akustisch abgeschirmt durch Kopfhörer und ohne einen Blick für andere Menschen bewegen sie sich im Klang der Musik auf dem Plateau der Neuen Nationalgalerie.

In ihren kleineren Arbeiten stellt sie die Ruhe in einem urbanen Park dem rasanten Tempo des Lebens in der Großstadt durch die Präsenz schnell hindurchfahrender Züge gegenüber.

 

Martin Gietz setzt Aquarellfarben, Bleistift- und Kohlezeichnungen und Farbradierungen als bevorzugte Gestaltungsmittel ein. Er hat nach seinem Studium an der HdK viele Jahre als Kunsterzieher gearbeitet und daneben - inspiriert durch ausgedehnte Reisen – ein umfang-reiches künstlerisches Werk geschaffen. In kräftigen Strichen und Farben bringt er seine Eindrücke zur Darstellung. Seine Themen sind Landschaften und Industriebauten aber auch der verhüllte Reichstag. Daneben zeigt der das Chaos der großen Städte, die Turmbauten zu Babel - und die darin lebenden Menschen wie  z.B. die Kaffee-Trinker am Breitscheid-Platz.  In seinen im Rahmen dieser Ausstellung gezeigten Arbeiten steht das Lebensgefühl der Menschen in der Großstadt im Vordergrund.

 

 

Jean Molitor erweitert die Ausstellung durch Fotographien besonderer Berliner Gebäude. Seit Jahren sucht er als fotographischer Chronist Zeugnisse der Bauhaus-Architektur auf, die er – natürlich in Berlin – aber auch in weiten Teilen der Welt  in einer klaren sachlichen Fotosprache abbildet. Dabei setzt er in der Objekterfassung und in der künstlerischen Ausdrucksform die Prinzipien des Bauhauses fotographisch um. Über seine Arbeit sind im Jahr 2018 zwei Fotobände erschienen und ein Kalender für die Jahre 2018 und 2019. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind Fotoreportagen und die abstrakte künstlerische Fotographie. In der Ausstellung zeigen wir Abbildungen einiger im Stil der Bauhaus-Architektur errichteter Berliner Gebäude.

 

Gabriele Schlesselmann thematisiert in ihrer malerischen Arbeit die Position des Menschen im Interaktionsraum und die  Verschlungenheit und Komplexität menschlicher Beziehungen.

In ihren Bildern gelingt es ihr, die Spannung, die Antinomie von Anziehung und Abstoßung, Nähe- und Distanzwünschen in zwischenmenschlichen Begegnungen auszudrücken. Die reduzierte Farbigkeit mit dem Vorherrschen von Grautönen und die manchmal nur schemenhafte Darstellung der Figuren vermitteln den Eindruck, Zeuge einer geheimen, vielleicht konspirativen Begegnung zu sein, vereinzelte Figuren in einem unbestimmt anonymen Raum.

 

Gerd Wulff hat den Kunsthochschulen in Hamburg und Berlin studiert. Über viele Jahre hat er die Veränderungen Berlins nach der Wiedervereinigung malerisch begleitet und in kleineren und größeren Formaten Augenblicke im Umbau der Berliner Mitte festgehalten. Daneben sind stimmungsvolle Gemälde ausgelassener Menschen bei den Feiern der Wiedervereinigung entstanden. Des weiteren umfasst sein Werk eine große Zahl von Landschaftsbildern aus Umbrien.

In unserer Ausstellung zeigen wir eine Auswahl kleinformatiger Berliner Stadtlandschaften in Öl auf Leinwand. 

 

Gerd Wulff ist im Jahr 2013 verstorben. Die anderen an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten in Berlin.

 

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