Bettina Lehfeldt wurde in Lörrach geboren. Sie hat an der Kunstgewerbeschule Basel studiert. Ihr künstlerisches Interesse gilt der abstrakten malerischen Auseinandersetzung mit Farbe und Form in der zweidimensionalen Fläche. Dabei entstehen Arbeiten, die neben graphischen und zeichnerischen Elementen flächige und sich überlagernde Farbschichten enthalten. Der Malprozess entwickelt sich intuitiv aus der Geste und den Farben – ohne einen vorgestellten Gegenstand. Die graphischen Elemente treten zunehmend hinter den malerischen Ausdruck zurück. Bettina Lehfeldt arbeitet vorwiegend mit Acrylfarbe auf Leinwand. Daneben finden sich Papierarbeiten mit Graphit, Ölkreide und Bleistift. Als weitere künstlerische Medien setzt sie Wachs, Wolle, Asche und Erde ein.

 

knietief

 Auslöser ihrer Arbeiten sind intensive Gefühle - Freude, Ärger, Trauer, Zweifel.

„Knietief“ heißt umgangssprachlich, halb im Sumpf zu stecken: in einer Krise, in zwischenmenschlichen, gesundheitlichen oder finanziellen Problemen  oder generell im „Sumpf“ starker Gefühle. Im Malprozess überträgt Bettina Lehfeldt ihre Empfindungen in eine abstrakte Farb- und Formsprache. Dabei lässt die Komplexität der "knietiefen" Probleme keine einfachen Antworten zu, was sich in der Vieldeutigkeit ihrer Arbeiten ausdrückt.

 

Der Maler Rainer Ehrt hat anlässlich einer früheren Ausstellungseröffnung ihre Arbeiten charakterisiert als „Tänzerische Psychogramme, als vieldeutige Rätsel, Bruchstücke von Botschaften, wuchtig gesetzt oder filigran angedeutet. Disharmonien, die den Gesamtklang reich und voll machen.“ 

 

Die dänische Schriftstellerin Kira Messell hat zu einigen Bildern von Bettina Lehfeldt Texte geschrieben, die in der Form eines künstlerischen Dialogs im Rahmen der Ausstellung vorgetragen werden.

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