Jens Hunger malt mit kräftigen Farben. Seine Farben trägt er akribisch mit einem feinen Pinsel auf. Es gibt Bilder mit einem starken Kontrast zwischen einer ruhig im Zentrum stehenden Figur und von dieser Figur in alle Richtungen ausgehenden Farbexplosionen. Daneben sind auch ruhigere, stilllebenartige Arbeiten zu sehen. 

Die Bilder zeigen Figuren – Menschen und Tiere, geometrische Elemente wie Kreise und Sterne sowie ornamentale Figurationen.

In vielen Bildern taucht die Hello–Kitty-Katze auf, die von der Japanerin Yuko Shimizu 1974 entworfen wurde und die mit ihrer Schleife am Ohr betont possierlich aussieht. Daneben gibt es Bären und Affen und schon wie Erwachsene aussehende Kinder. In surrealistischer Weise vermischen sich reale und phantastische Bildelemente. Der heiter- farbige Eindruck wird gebrochen durch die großen  Augen und die ernste Mimik der Gesichter. Die Figuren wirken etwas unheimlich. Die Nicht-Übereinstimmung ihrer Gesten mit ihrem Gesichtsausdruck irritiert. Die zunächst wahrgenommene Harmlosigkeit der Szene täuscht. Jens Hungers Bilderwelt verweist auf das Unsichtbare und Unterbewusste und vielleicht auch Bedrohliche, das latent ständig vorhanden ist.

 

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