Sibylle Meister hat an der Fachschule für Werbung und Gestaltung und an der  Hochschule der Künste in Berlin studiert. Seit 1997 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin.

 

Ihre Werkstoffe sind Öl, Acryl, Pigmente, Kreide, Tusche und Stifte. Gelegentlich erweitert sie ihre Arbeiten durch Einsatz von verschiedensten Fundstücken zu Collagen. Sie hat ein breites Farbspektrum mit kräftigen Rot-, Gelb- und Blautönen und mischt die Farben, um die Farbvielfalt  und die Stimmungen der Natur wiederzugeben. In die übereinander gelegten Farbschichten kratzt und spachtelt sie, so dass teilweise ein Eindruck von Dreidimensionalität entsteht, oder sie verbindet einzelne Farbfelder durch feine Linien. Ihre Themen sind die Natur, Landschaften, die Großstadt, Figuren, Stillleben. In den früheren Arbeiten finden sich öfter graphische und figurative Elemente, die sich mehr und mehr in Abstraktion auflösen.

 

Die Ausstellung „Primavera“ zeigt vorwiegend abstrakte florale Malerei: angedeutete organische Formen, die an Knollen, Samen, Wurzelwerk denken lassen, ein Pflanzengerüst,  die Andeutung einer Blattstruktur, Rankgewächse, rundliche Formen – Früchte?

Die eingestreuten Elemente scheinen in einem farbigen Raum zu schweben, der durch die unterschiedliche Farbintensitäten eine räumliche Tiefe gewinnt. Sibylle Meister  betrachtet die Natur nicht nur mit den Augen, sondern nimmt sie mit allen Sinnen wahr und weiß diese Eindrücke in einem Klangbild aus Farbtönen wiederzugeben.

Dabei ist auch das Nicht-Sichtbare mitzudenken: die Wurzeln des Farb- und Formreichtums liegen verborgen in der Erde. Insofern verweisen ihre Bilder gleichzeitig auf das Geheimnisvolle und „Wunder“-bare der Natur.

Wittgenstein: „Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern dass sie ist.“

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