Volker Sommer will  ein Farbgeschehen sichtbar machen, das die naturgegebenen Verhaltensweisen des Materials sowie den gesetzmäßigen Ablauf physikalischer Prozesse aufscheinen lässt.

Dabei entstehen in Form von Reliefbildern konkrete, ins Dreidimensionale gehende Objekte, welche die Haptik und Sinnlichkeit der Realität zu erfassen suchen.

Der Künstler nimmt sich in der Gestaltung seiner Arbeiten als gestaltendes Subjekt zurück. Zwar wählt er die Farben und die Materialen aus, überlässt dann aber die Ausgestaltung von ihm nur noch eingeschränkt lenkbaren Prozessen. Was dabei entsteht, ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer stofflichen oder -noch allgemeiner- einer universellen physkalischen und chemischen Gesetzmäßigkeit wie z.b. Einfluss der Erdanziehung.

Auch in seiner Fotoarbeiten bleibt er den natürlichen Prozessen auf der Spur und zeigt die  Naturgesetzen folgenden Materialveränderungen an Metallwänden. 

Volker Sommer gelingt es, den ästhetischen Reiz dieser Prozesse zu erkennen und auf Grund seines fotografischen Vermögens für andere sichtbar zu machen. Dabei versteht er sich als Prozessbeobachter, als Zeitzeuge, der naturgegebene Abläufe dokumentiert. Was passiert, wenn die Materie sich selber überlassen ist? Wenn der Mensch nicht eingreift- oder vielleicht irgendwann gar nicht mehr da ist. Die Eisenbakterien und die Oxidationsprozesse wird es auch dann noch geben.

 

 

 

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